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Die Lage der asiatischen Elefanten stellt sich noch dramatischer dar als die der afrikanischen.  In ganz Asien lebten zum Ende des 19. Jahrhunderts noch über eine Million Elefanten, heute wird ihre Zahl auf rund 30 000 wild lebende Tiere geschätzt, die sich in kleinen, oft voneinander isolierten Gruppen auf 12 Länder verteilen. Rund 10 000 Elefanten leben unter meist entsetzlichen Bedingungen in Gefangenschaft. Sie werden als Arbeitstiere, touristische Attraktionen oder für religiöse Zeremonien missbraucht.

Das wohl gravierendste Problem asiatischer Elefanten ist die Zerstörung ihrer Lebensräume durch die sich ausbreitende menschliche Bevölkerung. Wälder werden abgeholzt, Siedlungen und Felder angelegt, Straßen und Bahnlinien gebaut, ohne auf angestammte Elefantenhabitate und Wanderkorridore Rücksicht zu nehmen. Konflikte sind vorprogrammiert, bei denen Elefanten oft erschossen, vergiftet, oder mit Knallkörpern und Feuer brutal vertrieben werden.

Zudem werden asiatische Elefanten aus der Wildnis gefangen, um sie für kommerzielle Zwecke, als Tempel- oder Arbeitselefanten einzusetzen.  Die Prozeduren, mit denen die Elefanten gefügig gemacht werden, sind unvorstellbar grausam. Als Babys ihren Müttern entrissen, werden sie systematisch über einen längeren Zeitraum durch 
Schmerzen, Futterentzug und Angst regelrecht gefoltert, bis ihr Wille gebrochen ist. Diese Methode nennt sich Phajaan („Breaking the spirit of the elephant“).

 

Eine weitere Bedrohung stellen Wilderer dar, die Elefantenbullen wegen ihres Elfenbeins abschlachten. (Asiatische Elefantenkühe tragen keine Stoßzähne).   

Um das Überleben der Elefanten Asiens zu sichern, müssen auch hier Konzepte gefunden werden, die eine konfliktfreie Ko-Existenz von Menschen und Wildtieren ermöglichen. Weiterhin setzen wir uns für eine Beendigung des Missbrauchs der Elefanten für kommerzielle Zwecke ein und unterstützen Projekte, die Elefanten aus schlimmen, unwürdigen Umständen befreien und sie in geeigneten Sanctuaries unterbringen.

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