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Elefanten in Simbabwe kämpfen um ihr Überleben. Wie andernorts in Afrika werden die ikonischen Dickhäuter massiv von Wilderern verfolgt und getötet und leiden zudem unter dem galoppierenden Verlust ihres Lebensraumes. Durch Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte haben einige Regionen im Norden des Landes seit 2006 zwischen 40 % und 70 % ihrer Elefanten verloren.

Elefantenbabys sind oftmals die Überlebenden solcher Konflikte. Ohne Mutter und Herde sind sie jedoch verloren und sterben.

In Simbabwe kümmert sich die Simbabwe Elephant Nursery (ZEN) um diese Tiere. Sie werden mit intensiver Pflege unter Umständen jahrelang aufgepäppelt und rund um die Uhr liebevoll betreut – mit dem Ziel, sie später in die Wildnis zu entlassen. Doch dieser Weg ist lang.

Bis zu einem Alter von ca. drei Jahren sind Elefantenbabys in der Regel auf Muttermilch angewiesen. Sie werden daher mit einer speziell entwickelten Milch versorgt. Insbesondere neugeborene Elefantenkälber (unter einem Monat alt) erfordern eine hoch spezialisierte Betreuung. Jedes Kalb braucht mindestens vier Keeper, die in Acht-Stunden-Schichten arbeiten und das Kalb rund um die Uhr pflegen.

Sind sie groß und unabhängig genug, dann werden sie in einem Schutzgebiet in der Nähe der Victoria Fälle behutsam ausgewildert.

Das Elefantenwaisenhaus befindet sich unweit des Flughafens in einem Vorort von Harare und kann auch besucht werden. Neben den Elefantenkindern werden auch andere verwaiste und gehandicapte Tiere betreut mit dem Ziel, sie nach der Rehabilitation wieder auszuwildern.

Das ZEN-Projekt wurde 2013 durch eine Partnerschaft zwischen dem privaten Wild is Life Trust und der öffentlichen Zimbabwe Parks and Wildlife Authority (ZPWMA) gegründet, um die Rettung und Rehabilitation verwaister Elefanten in Simbabwe zu gewährleisten.

DAS RETTUNGSPROGRAMM

Das Rettungsprogramm besteht aus drei Stufen:

1. Rettung und Pflege

Die Rehabilitation der geretteten Tiere erfolgt im speziell erbauten Wild is Life Sanctuary in der Nähe des Flughafens von Harare. Angeschlossen sind 330 Hektar reservierte Wildnis für die Elefanten, in der sich die Tiere täglich frei und sicher bewegen können. Die Anlage hat eine Kapazität für bis zu zehn Elefanten.

2. Umzug zurück in den Busch

Wenn die Tiere alt und stark genug sind, erfolgt die zweite Phase des Projekts: Die jungen Elefanten gewöhnen sich Schritt für Schritt an ein unabhängiges Leben in der Wildnis. Ihre neue Heimat liegt in einem 1550 Hektar großen Wildschutzgebiet, für das Wild is Life im Februar 2017 einen 25-jährigen Pachtvertrag unterzeichnete. Es bildet die südliche Grenze zum Sambesi-Nationalpark nahe der Victoria Falls.

3. Auswilderung und Schutz

Als Teil der Vision von ZEN, Elefanten und ihren Lebensraum langfristig zu schützen, ist es das Ziel, den gesamten Panda Masuie Forest (ca. 33 500 Hektar) zu sichern. Das Gebiet ist von entscheidender Bedeutung, da es zwischen dem Sambesi-Nationalpark, dem Kazuma-Pan-Nationalpark, dem Matetsi-Safarigebiet und dem Woodlands Estate liegt.

Durch die Sicherung dieses Gebietes werden Elefanten geschützt und wichtige Lebensräume bewahrt. Zudem entstehen sichere Korridore, die geschützte Gebiete miteinander verbinden und den Kontakt zwischen den Elefantenpopulationen ermöglichen.

CARE FOR ELEPHANTS

In Abstimmung mit ZEN haben wir das Care-for-Elephants-Programm ins Leben gerufen.  

Mit jährlich 50 Euro pro Elefant helfen Sie den Kälbern, die in Harare aufopfernd versorgt und für die Auswilderung vorbereitet werden. Ihr Beitrag kommt zu 100 % bei den Tieren an und sorgt für Spezialmilch, Futter, liebevolle Betreuung durch die Pfleger und tierärztliche Versorgung. Für Ihre Spende erhalten Sie von uns eine Spendenbescheinigung.

Ihre persönliche Urkunde mit Fotos schicken wir Ihnen gerne zu. Zusätzlich informieren wir Sie regelmäßig per E-Mail über Ihre Schützlinge. Sie können die Elefantenkinder auch gerne in Harare direkt bei ZEN besuchen.

MOYO

Aufgenommen am 18.2.2014, weiblich. Alter bei der Rettung: drei Tage
(Auch die vier Fotos oben zeigen Moyo.)

Moyo ist das erste Elefantenkind, das von ZEN gerettet wurde. Als ganz winziges Baby wurde sie alleine am Ufer des Lake Kariba gefunden. Alle Bemühungen, ihre Herde zu finden, waren leider ohne Erfolg. Es wurden keine Elefanten in dieser Gegend gesichtet. So allein im Busch, wurde die kleine Moyo bereits von einem Hyänenrudel verfolgt. ZEN entschied sich daher einzuschreiten und brachte Moyo mit einem Flugzeug von Kariba nach Harare.

Sie war bei Ihrer Ankunft winzig und wog nur 56 kg! Gesunde Elefanten wiegen normalerweise um die 90 kg bei ihrer Geburt. Momentan wiegt sie ca. 300 kg und entwickelt sich sehr gut.

Helfen Sie Moyo mit 50 Euro jährlich.

KURA

Aufgenommen am 11.7.2015, männlich. Alter bei der Rettung: vier Jahre

Kukurakura/Kura bedeutet übersetzt „eine Geschichte erzählen“. Er wurde von ZimParks zur Rehabilitation und späteren Auswilderung an ZEN übergeben. Gemeinsam mit zwei anderen Elefantenkindern hat er leider sehr traumatische Erfahrungen machen müssen und schwere Verletzungen erlitten, bevor er bei ZEN eintraf.

Um das Ausmaß von Kuras Verletzung festzustellen, organisierte man kurz nach seinem Eintreffen Röntgenaufnahmen. Dabei wurde deutlich, dass sein Bein an zwei Stellen zerschmettert und um das gesamte Gelenk herum verschmolzen ist. Er kann sich zum Glück inzwischen recht gut fortbewegen auch wenn er sein Bein nicht oft am Knie beugt. Kura war bei seiner Ankunft sehr vorsichtig, inzwischen hat er langsam aber sicher immer mehr Vertrauen aufgebaut und ist ein vertrauensvoller Gefährte für Neuankömmlinge im Waisenhaus.

Helfen Sie Kura mit 50 Euro jährlich.

MARSIE

Aufgenommen am 20.7.2018, weiblich. Alter bei der Rettung: zwei Jahre

Marsie wurde vor dem sicheren Tod von der ZimParks and Wildlife Management Authority gerettet. Man hat sie allein herumwandernd in der Nähe eines Wasserloches aufgefunden, ebenfalls umgeben von Hyänen, die sie tapfer abwehrte. Es wird vermutet, dass die Mutter in der Nähe der Grenze eines Nationalparks gewildert wurde. ZimParks mobilisierte sein Team, nachdem sie dieses Elefantenkalb schon einige Zeit beobachtet hatten.

Nach Ihrer Rettung wurde Marsie zu ZEN gebracht. Bei der Ankunft war sie völlig ausgehungert und hatte einen Abszess am Hinterteil. Die Kleine hat sich mit der sanften und liebevollen Unterstützung von Moyo und Kura sowie mit Hilfe des mutigen und unerschütterlichen ZenTeams gut in die kleine Herde eingelebt.

Helfen Sie Marsie mit 50 Euro jährlich.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Video über Roxy Danckwerts, der Gründerin von ZEN:
www.youtube.com/watch?v=pfS07-84b7Y