Rückgang der Elefantenpopulationen in Afrika

Die Population afrikanischer Elefanten (Loxodonta africana – Savannenelefant; Loxodonta cyclotis – Waldelefant) hat sich in den letzten Jahrhunderten, insbesondere seit dem 20. Jahrhundert, erheblich verändert. Insgesamt ist ein langfristiger Rückgang zu beobachten, der jedoch regional unterschiedlich verläuft.

Historische Bestände und langfristiger Rückgang

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in Afrika nach Schätzungen mehrere Millionen Elefanten. Häufig wird eine Größenordnung von etwa 10 Millionen Tieren um 1900 genannt, wobei diese Zahlen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind.

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu einem drastischen Rückgang. Für die 1970er Jahre werden etwa 1,3 Millionen Elefanten angenommen.

Heute wird die Gesamtpopulation afrikanischer Elefanten auf etwa 400.000 bis 450.000 Tiere geschätzt.

Damit ist der Bestand innerhalb von rund 100 Jahren um deutlich über 90 % zurückgegangen.

Entwicklung seit den 1960er Jahren

Für die letzten Jahrzehnte liegen deutlich belastbarere Daten vor:

Zwischen 1964 und 2016 zeigt sich:

• ein Rückgang der Savannenelefanten um etwa 70 %

• ein Rückgang der Waldelefanten um etwa 90 %

Besonders kritisch ist die Situation der Waldelefanten, die von der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden.

Ursachen für den Populationsrückgang

Der Rückgang der Elefantenpopulationen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

Wilderei

Die wichtigste Ursache ist die illegale Jagd auf Elfenbein. Besonders in den 1970er- bis 1990er-Jahren sowie in den 2010er Jahren kam es zu massiven Bestandsverlusten.

Lebensraumverlust

Schätzungen zufolge sind etwa 80 % der ursprünglichen Lebensräume heute durch menschliche Nutzung verändert oder verloren gegangen.

Klimatische Faktoren

Dürreperioden – etwa in Ostafrika im Jahr 2009 – beeinflussen sowohl die Sterblichkeit als auch die Fortpflanzung der Tiere.

Mensch-Wildtier-Konflikte

Die zunehmende Konkurrenz um Land und Wasser führt zu Konflikten, die häufig in der gezielten Tötung von Elefanten münden.

Photos via Adobe.com

Regionale Unterschiede und aktuelle Trends

Trotz des allgemeinen Rückgangs zeigt sich ein differenziertes Bild:

Positive Entwicklungen

In einigen Regionen stabilisieren sich Bestände oder nehmen lokal sogar zu. Gründe hierfür sind unter anderem:

• wirksame Schutzmaßnahmen (z. B. Anti-Wilderei-Programme)

• gut gemanagte Schutzgebiete und Nationalparks

Beispielsweise wurden in Teilen Ostafrikas lokale Bestandszunahmen dokumentiert.

Negative Entwicklungen

Außerhalb geschützter Gebiete setzt sich der Rückgang vielfach fort. Besonders betroffen sind weiterhin die Waldelefanten.

Regional hohe Elefantendichte

In einzelnen Regionen, insbesondere im südlichen Afrika, treten lokal hohe Elefantendichten auf. Insbesondere dort, wo die Lebensräume durch Landwirtschaft und Besiedelung eingeengt wurden und die Wanderwege und Korridore durch Zäune, Infrastruktur oder Jagdgebiete versperrt werden.

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